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6. Ausarbeitung: Machines and Mindlessness (S. 12-16)

Der Ausschnitt des Textes "Machines and Mindlessness" zeigt, dass der Mensch auf Grund eines automatischen, sogenannten "mindless behaviors" menschliche Eigenschaften bzw. soziale Regeln auf Computer anwendet.

So beispielsweise das automatische Verwenden der "politness rule". Diese besagt, dass der Mensch bei einer face-to-face Bewertung dazu tendiert, freundlicher und positiver zu antworten, um die Gefühle der Person nicht zu verletzten. Der Text zeigt, dass dieses Verhalten nicht nur bei zwei Personen untereinander, sondern auch bei der Mensch-Computer-Kommunikation auftritt.

Etwas ausführlicher erläutern die Autoren das Phänomen der "reciprocity", also der Gegenseitgkeit. Auch hier ist die Grundlage eine soziale Regel, nämlich: "Ich helfe demjenigen, der mir zuvor geholfen hat!".
Um herauszufinden, ob sich diese soziale Regel auch auf die Mensch-Computer-Interaktion übertragen lässt, führten Fogg und Nass 1997 ein Experiment durch.
Dieses Experiment war in zwei Phasen unterteilt. In Phase 1 sollte der Computer dem Menschen helfen. Dafür sollten die Versuchsteilnehmer mit Hilfe des Computers das Internet durchsuchen. Dabei waren die Ergebnisse des PCs bei der einen Hälfte der Probandten hilfreich, bei der anderen Hälfte jedoch nicht.
Im zweiten Teil der Studie lag es nun an den Versuchsteilnehmern dem PC zu "helfen". Dafür sollten sie dem PC beim Zusammenstellen einer Farbplatte zur Hand gehen. Dabei saßen sie entweder am selben Computer, welcher ihnen zuvor geholfen hatte oder an einem anderen.
Ergebnis der Studie war, dass diejenigen Probandten, welche zuvor ein gutes Ergebnis Dank des Computers erhielten und nun diesem halfen, weit mehr Anstrengung in die Aufgabe investierten, als diejenigen welche an einem anderen PC arbeiteten. Am wenigsten Mühe gaben sich jedoch diejenigen, welche am selben PC saßen wie in der Phase zuvor, jedoch keine hilfreichen Ergebnisse vom PC erhalten hatten.

Weiterhin beschäftigten sich die Autoren auch mit der Erforschung einer dritten sozialen Regel, nämlich dass Menschen eher dazu bereit sind persönliche Informationen von sich zu erzählen, wenn zuvor ihr Gegenüber private Informationen preis gegeben hat. Für den Versuch gab es drei "conditions": die erste sogenannte "no-reciprocity"-condition, in welcher den Probandten hintereinander weg persönliche Fragen durch einen Computer gestellt wurden, zweitens die "reciprocity"-condition, in welcher der PC vor der Fragestellung zunächst von sich selbst berichtete (jedoch wurde nie impliziert der PC hätte Gefühle) und eine "control"-condition. In dieser wurden gleich viele Worte wie in condition 2 verwendet, jedoch berichtete der PC zuvor nicht von eigenen Erfahrungen - die Frage wurde einfach länger umschrieben.
Die Erwartungen der Forscher bestätigten sich erneut. So antworteten die Probandten bei der "reciprocity"-condition am ausführlichsten.

12.1.16 19:25

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